
Eines dieser Toolkits ist das Augmented Reality Artoolkit, welches um die Jahrtausendwende von Dr. Hirokazu Kato am Nara Institute of Science and Technology (Japan) entwickelt und von der University of Washington (USA) fortgeführt wird. Dabei legte man besonderes Augenmerk auf die Optimierung des sogenannten Trackings, dem Nachempfinden der Sichtweise und Bewegungen des Nutzers, um so die Anwendungen besser steuern zu können - und das auch noch in Echtzeit.
Darüber hinaus haben sich die Entwickler auch die Mühe gemacht, dass Artoolkit plattformunabhängig anzubieten. So kann dieses Toolkit sowohl für Windows, Linux als auch Mac verwendet werden. Der komplette Soure Code (Quellcode eines Programms) wird ebenfalls mitgeliefert.
Das Augmented Reality Artoolkit bietet eine Reihe von Features, die vieles ermöglichen. Hauptaugenmerk liegt auf besagtem Tracking System. Eine Kamera stellt zum einen fest, wohin der Nutzer schaut und das Artoolkit ist dann im Stande die Blickrichtungen und Bewegungen korrekt und in Echtzeit zu interpretieren. Das Tracking System wurde optisch minimalistisch gehalten. Der Anwender sieht schwarze, quadratische Positionsmarker. Die Darstellung komplexer 3D-Objekte (basierend auf dem Standard OpenGL) stellt genauso wenig ein Problem dar, wie das Programmieren eigener Anwendungen in Programmiersprachen ala C#, Java-Script oder Matlab. Durch diese Verfahren elimiert das Artoolkit die zwei Hauptprobleme der Augmented Reality. Zum einen die Positions- und Sichtbestimmung des Anwenders, zum anderen die Interpretation und Übertragung dieser in die Visualisierung selbst.



